Beim weltberühmten Pariser Eiffelturm hat ein umstrittener Besuch einer hinduistischen Religionsgemeinschaft personelle Konsequenzen. Wie die Nachrichtenagentur AP News berichtet, wird Patrick Branco Ruivo, Generaldirektor der Betreibergesellschaft des Wahrzeichens, seinen Posten zum Jahresende räumen.
Auslöser war ein Besuch der Hindu-Organisation BAPS Anfang September. Im Zuge der Vorbereitung hatte das Management des Eiffelturms laut Untersuchungsbericht angeordnet, dass weibliche Beschäftigte keinen Kontakt zu der Delegation haben sollten. Die Entscheidung sorgte unter den Mitarbeitern für erhebliche Empörung und führte wenige Tage später zu einem Streik, durch den der Eiffelturm zeitweise geschlossen wurde.
Praktiken der Mönche vorab erläutert
Eine unabhängige Untersuchung kam zu dem Schluss, dass es bei der Organisation des Besuchs zu mehreren Fehlern gekommen war. Diese hätten dazu geführt, dass Mitarbeiterinnen von Teilen des Besuchs ausgeschlossen wurden. Die Betreibergesellschaft bezeichnete dies als inakzeptabel.
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Die betroffene Religionsgemeinschaft wies jede Verantwortung zurück. Gegenüber AP News erklärte BAPS, man habe niemals verlangt, Frauen zu verstecken, zu entfernen oder vom Besuch auszuschließen. Die religiösen Praktiken der Mönche seien der Eiffelturm-Leitung zwar vorab erläutert worden, daraus ergebe sich jedoch keineswegs die Forderung, Frauen von besuchten Orten fernzuhalten.
Ariel Weil, Vorsitzender der Betreibergesellschaft, kündigte als Reaktion Maßnahmen und Schulungen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern an.
Für den Eiffelturm ist es nicht das erste Mal, dass Arbeitskämpfe den Betrieb beeinträchtigen. Bereits Anfang 2024 hatten Beschäftigte mit einem mehrtägigen Streik für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Investitionen in die Instandhaltung des Bauwerks protestiert.
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