Das Deutschlandticket wird teurer. Ab Januar 2027 kostet es monatlich 66,80 Euro. Das beschloss der zuständige Koordinierungsrat am Mittwoch, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Damit steigt der Preis des bundesweit gültigen Nahverkehrsabos um 3,80 Euro. Bisher zahlen Fahrgäste 63 Euro im Monat.
Für Nutzer bedeutet die Entscheidung einen Aufschlag von rund sechs Prozent. Wer das Ticket das ganze Jahr über abonniert, zahlt künftig insgesamt 801,60 Euro und damit 45,60 Euro mehr als bisher.
Dritte Preiserhöhung seit der Einführung
Das Deutschlandticket war im Mai im Jahr 2023 mit einem Monatspreis von 49 Euro gestartet. Im Jahr 2025 stieg der Preis auf 58 Euro, Anfang dieses Jahres auf 63 Euro. Mit der nun beschlossenen Anpassung liegt er gut 36 Prozent über dem Einführungspreis.
Bei der Preisberechnung kommt für das kommende Jahr erstmals ein neues Verfahren zum Einsatz. Es berücksichtigt die Entwicklung der Personal-, Energie- und allgemeinen Betriebskosten. Zusätzlich fließt ein Wertindex ein, der die Zuschüsse von Bund und Ländern ins Verhältnis zu den verkauften Tickets setzt.
Auch Berliner Fahrkarten werden teurer
Parallel steigen zum Jahreswechsel zahlreiche reguläre Fahrpreise in Berlin und Brandenburg. Die Tarifanpassung im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg beträgt nach einem Bericht der Berliner Zeitung im Durchschnitt 3,72 Prozent. Über den Preis des Deutschlandtickets wurde unabhängig davon entschieden.
Im Tarifgebiet Berlin AB, das das gesamte Stadtgebiet umfasst, steigt der Preis für eine Kurzstrecke von 2,80 auf 2,90 Euro. Die Vier-Fahrten-Karte kostet künftig 13,20 statt 12,40 Euro. Für die 24-Stunden-Karte werden 11,50 statt 11,20 Euro fällig. Der reguläre Einzelfahrschein bleibt dagegen bei vier Euro.
Auch Fahrten ins Umland verteuern sich. Ein Einzelfahrschein für Berlin ABC, mit dem beispielsweise der Flughafen BER erreicht werden kann, kostet ab Januar 5,20 statt fünf Euro. Die entsprechende 24-Stunden-Karte steigt von 12,90 auf 13,20 Euro.
Umweltkarte bleibt deutlich teurer
Für die monatliche Umweltkarte Berlin AB müssen Fahrgäste künftig 117,20 statt 113 Euro bezahlen. Im Tarifgebiet ABC steigt der Preis von 132 auf 136,90 Euro. Beide Angebote bleiben damit deutlich teurer als das Deutschlandticket.
Die Umweltkarte bietet allerdings zusätzliche Möglichkeiten: Sie ist übertragbar und erlaubt zu bestimmten Zeiten die kostenlose Mitnahme weiterer Fahrgäste. Wer sein Fahrrad in der Bahn transportiert, muss ebenfalls mit höheren Kosten rechnen. Der Fahrrad-Einzelfahrschein für Berlin AB steigt von 2,70 auf 2,80 Euro, die Fahrrad-Monatskarte von 14,60 auf 15,10 Euro.
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