Gastbeitrag

Erst verscherbeln, jetzt vergesellschaften: Berlins teurer Wohnungszirkus

Einst privatisierten Berlins Sozialisten tausende Wohnungen. Heute versprechen sie das Heil durch Vergesellschaftung. Geblieben ist die Kunst, aus Immobilien Wählerstimmen zu machen.

Wolfgang J. Hummel
8 Min
Die Linkspartei hat die Berlin-Wahl vor allem wegen ihres zentralen Wahlversprechens gewonnen: Enteignen zu wollen.

Die Linkspartei hat die Berlin-Wahl vor allem wegen ihres zentralen Wahlversprechens gewonnen: Enteignen zu wollen.

© Sebastian Gollnow/dpa

„Der Herr Senator kann gut zuhören.“ Die Rede ist von Harald Wolf, Berlins Wirtschaftssenator und Mitglied der PDS. Das Lob kommt von einem Immobilienmakler mit millionenteurem Zweitwohnsitz bei Cannes. Es ist 2007 und die Verhandlungen über den Verkauf der GSG laufen. Es geht um eine „Transaktion“ von 400 Millionen Euro. Das Lob für den Senator heißt übersetzt: „Der Senator hat keine Ahnung. Es läuft in unserem Sinne. Er hört auf uns.“

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