Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Elif Eralp bis 2025 Mitglied der Roten Hilfe war. Der Verein wird seit 2012 formal vom Verfassungsschutz beobachtet und von der Behörde dem linksextremistischen Spektrum zugerechnet. Eralp sei während ihres Jurastudiums eingetreten und anschließend „über Jahre passives Mitglied“ gewesen, erklärte die Linke. 2025 sei sie wegen „teilweise anderer politischer Ansichten“ ausgetreten.
Doch Eralps politische Vergangenheit reicht darüber hinaus. Bereits 2019 gehörte die heutige Spitzenkandidatin zu den Gründern von Links*Kanax. Das Netzwerk fordert in seinem Gründungsmanifest „offene Grenzen für alle Menschen“, will „Kapitalismus, Rassismus und postkoloniale Machtverhältnisse bekämpfen“ und tritt für „globale Bewegungsfreiheit“ ein.
Ein Jahr später unterzeichnete Eralp zudem einen Aufruf, in dem es heißt, man wolle gemeinsam „das kapitalistische System stürzen“.
Linke
Rote Hilfe war nicht alles: Eralp gründete Netzwerk für „offene Grenzen“ mit
Wie dachte Elif Eralp vor ihrem Einzug ins Abgeordnetenhaus? Was in alten Aufrufen der Linke-Politikerin steht und welches Netzwerk sie mitgründete.
4 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Elif Eralp will Berlin regieren. Nun rücken frühere politische Positionen der Linke-Politikerin in den Blick.
© lautSebastian Gollnow/dpa
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*