Getreide

Russland weicht mit Getreide an die Ostsee aus: Estland macht jetzt dicht

Russland weicht mit Getreide an die Ostsee aus. Jetzt blockiert Estland die Route – nachdem Lettland den Transit schon massiv verteuert hat.

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Ein Mähdrescher belädt im Juli 2026 einen LKW mit Weizen auf einem Feld der Progress-Argo-Unternehmensgruppe im Dorf Ladozhskaya, Region Krasnodar, Russland.

Ein Mähdrescher belädt im Juli 2026 einen LKW mit Weizen auf einem Feld der Progress-Argo-Unternehmensgruppe im Dorf Ladozhskaya, Region Krasnodar, Russland.

© Vitaly Timkiv/IMAGO

Russland sucht wegen der Probleme an seinen Häfen am Schwarzen und am Asowschen Meer verstärkt nach neuen Wegen für seine Getreideexporte. Jetzt macht Estland eine weitere mögliche Ausweichroute über das Baltikum dicht: Es hat den Transit von russischem und belarussischem Getreide durch das Land verboten.

Die Regierung in Tallinn hat am Donnerstag eine entsprechende nationale Sanktion beschlossen. Sie soll verhindern, dass estnische Häfen künftig als neue Exportdrehscheibe für russisches Getreide in Drittstaaten genutzt werden. Außenminister Margus Tsahkna begründete den Schritt ausdrücklich mit Russlands Suche nach Alternativen zum Schwarzen Meer.

Das Verbot ist zunächst vor allem präventiv. Denn über Estland selbst wurde bislang kaum russisches Getreide transportiert. Doch genau das sollte sich offenbar ändern: Nach Angaben aus dem russischen Agrarmarkt waren für Oktober erste größere Weizenlieferungen über estnische Terminals vorgesehen. Estland verfügt unter anderem in Muuga und Sillamäe über größere Umschlagkapazitäten.

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