Einheitstag

Friedensdemo in Berlin: Tausende protestieren am Tag der Einheit gegen Wehrpflicht und Aufrüstung

Am Brandenburger Tor protestieren Friedensbewegte von Pax Christi bis Verdi, vor dem Kanzleramt schweigt eine Menschenkette. Eine Reportage.

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„Nie wieder Krieg“: Mit Fahnen und Transparenten demonstrieren Tausende am Tag der deutschen Einheit vor dem Brandenburg für Frieden und gegen Sozialabbau.

„Nie wieder Krieg“: Mit Fahnen und Transparenten demonstrieren Tausende am Tag der deutschen Einheit vor dem Brandenburg für Frieden und gegen Sozialabbau.

© Carsten Koall/dpa

Arndt hätte nicht gedacht, dass er jemals in seinem Leben wieder auf eine Demonstration gehen würde. Noch vor ein paar Jahren, doch er hat seine Meinung geändert. „Man muss doch ein Zeichen setzen gegen den grassierenden Irrsinn“, sagt der Berliner, der am Samstag, dem Tag der deutschen Einheit, nach Mitte gekommen ist.

Arndt hat kein Transparent dabei, mit dem er für Frieden demonstriert und gegen Krieg oder gegen Rüstung und für Diplomatie wie viele andere an diesem Nachmittag auf der Kundgebung vor dem Brandenburger Tor. Und doch scheint der grauhaarige schlanke Mann auf seine Weise für eine große Gruppe derer zu stehen, die dem Aufruf des Aktionsbündnisses „3. Oktober 2026“ gefolgt sind. „Ich werde demnächst 64, bin also einer der oft zitierten Boomer, die den Kalten Krieg bewusst miterlebt haben.“

Bereits am Freitag hatten sich Tausende vor dem Brandenburger Tor versammelt, diesmal überwiegend junge Menschen, um gegen eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht zu demonstrieren. Auf der Kundgebung am Samstag ist die Wehrpflicht ebenfalls eines der zentralen Themen.

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