Die deutsche Wirtschaft wächst stärker als erwartet. Doch wie belastbar ist die Erholung? Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten in ihrer Gemeinschaftsdiagnose inzwischen 1,3 statt 0,6 Prozent Wachstum für dieses Jahr. Auch Bundesbankpräsident Joachim Nagel hält etwa ein Prozent für möglich. Nach drei Jahren Stillstand wäre das ein Lichtblick.
Ökonomen sehen in den besseren Zahlen jedoch noch keinen Befreiungsschlag. „Das ist erfreulich, aber noch kein selbsttragender Aufschwung und erst recht keine strukturelle Trendwende“, sagt Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrates Wirtschaft, auf Anfrage dieser Zeitung. Die Erholung wird auch von zusätzlichen schuldenfinanzierten Staatsausgaben getragen. Private Investitionen bleiben dagegen schwach. Noch schärfer urteilt Gunther Schnabl, Direktor des Flossbach von Storch Research Institute: „Weiter wachsende schuldenfinanzierte Staatsausgaben legen den Grundstein für eine dauerhafte Stagnation.“
Wirtschaftskrise
Nach neuer Wirtschaftsprognose: Ökonomen attackieren Merz’ „Wachstum auf Kredit“
Deutschlands Wirtschaft soll stärker wachsen als erwartet. Doch trägt die Erholung auch ohne zusätzliche Staatsausgaben? Fünf Ökonomen äußern erhebliche Zweifel.
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Ökonomen bezweifeln, dass die schuldenfinanzierten Staatsausgaben der Merz-Regierung einen nachhaltigen Aufschwung schaffen.
© dts Nachrichtenagentur/imago
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