Es gibt Wochen, in denen ein System sich selbst karikiert. Die vergangene war so eine. Dunja Hayali bekommt den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für kritischen Fernsehjournalismus. Zugleich sollen die Landesmedienanstalten das Netz anlasslos nach angeblich „kritischen“ Inhalten durchsuchen dürfen. Gewürdigt wird, wer dazugehört, durchleuchtet, wer draußen steht.
Am vergangenen Donnerstag erfuhr das Publikum des „heute journal“, wer den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis 2026 erhält: Dunja Hayali, zu gleichen Teilen mit ihrer Kollegin Sarah Tacke, der Leiterin der ZDF-Redaktion Recht und Justiz. Verkündet wurde das pikanterweise im Nachrichtenblock der Ausgabe, die Hayali selbst moderierte.
ÖRR
Medienkolumne: Angst im Funkhaus? Warum ARD und ZDF jetzt nervös werden
Dunja Hayali wird geehrt, Ben Berndt schikaniert. Die Wagenburg aus Politik und ÖRR bröckelt. Ein Kommentar über einen geschlossenen Kreis.
Annekatrin Mücke
9 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Die Moderatorinnen Dunja Hayali (l.) und Sarah Tacke bekommen den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis. (Archivbild)
© Horst Galuschka/imago
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*