Fußball

Heimat und moderner Fußball geht nicht? Dynamo Dresden beweist das Gegenteil

Tradition prägt Dynamo Dresden wie kaum einen anderen Klub. Doch im harten Alltag der 2. Bundesliga zählt für den Traditionsverein aktuell vor allem der Erfolg.

Andreas Baingo
5 Min
Wirkten zuletzt etwas nachdenklich: Geschäftsführer Sören Gonther und Trainer Thomas Stamm (v.l.) können mit den bisherigen Ergebnissen von Dynamo Dresden nicht zufrieden sein.

Wirkten zuletzt etwas nachdenklich: Geschäftsführer Sören Gonther und Trainer Thomas Stamm (v.l.) können mit den bisherigen Ergebnissen von Dynamo Dresden nicht zufrieden sein.

© Jan Huebner/imago

Geht es um Romantik im bezahlten Fußball, kann die sich schnell als zweischneidiges Schwert erweisen. Einerseits ist sie kuschelig und sorgt für familiäre Atmosphäre, nur Tore sind allein mit ihr nicht zu erzielen. Noch schwieriger wird es, Spiele zu gewinnen. Die Kehrseite ist das Muss, sich wirtschaftlich und infrastrukturell so aufzustellen, dass die anderen nicht in andere Sphären enteilen. Sonst gibt es die Romantik nur noch in niederen Spielklassen. Für viele Vereine, vor allem für die im Osten, ist es ein ganz schwieriger Balanceakt, ein Tanz auf dem Seil.

Auf dem bewegt sich Dynamo Dresden derzeit nicht gerade mit Grandezza. Platz 17 ist es in der 2. Bundesliga für die Schwarz-Gelben. Einen Sieg nur hat es gegeben in sechs Ligaspielen, das 1:0 vor siebeneinhalb Wochen zu Hause gegen Darmstadt, das punktgleiche Schlusslicht. In den folgenden vier Partien reichte es für das Team von Trainer Thomas Stamm nur noch zu einem Punkt. Es herrscht Alarmstufe eins rund um den Großen Garten.

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*