Meinung

Kulturkürzungen in Sachsen: Wenn Kriegstüchtigkeit zur einzigen Zukunftserzählung wird

Bei einer Demo in Dresden prallen Kulturförderung und Militärausgaben aufeinander. Warum unser Kolumnist die Veranstaltung vorzeitig verließ.

Philipp Schaller
Philipp Schaller
6 Min
Der Landesverband Sachsen des Deutschen Bühnenvereins organisierte auf dem Theaterplatz in Dresden eine Kundgebung, um auf die geplanten Kürzungen im Kulturbereich in Sachsen aufmerksam zu machen.

Der Landesverband Sachsen des Deutschen Bühnenvereins organisierte auf dem Theaterplatz in Dresden eine Kundgebung, um auf die geplanten Kürzungen im Kulturbereich in Sachsen aufmerksam zu machen.

© Katharina Kausche/dpa

Kennen Sie das: Jemand haut Ihnen eine Unverschämtheit um die Ohren, und die passende Antwort fällt Ihnen erst Stunden später ein? Mir passiert das ständig, und jetzt erst wieder. Ich stand auf dem Theaterplatz vor der Dresdner Semperoper, um mich herum etwa tausend Kollegen der sächsischen Theater und Orchesterbetriebe, Schauspieler, Musiker, Techniker, Theatermaler, Inspizienten und Souffleusen, die gemeinsam gegen geplante massive Kürzungen im kommenden Kulturhaushalt Sachsens demonstrierten.

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