Am Mittwochabend, während im Kanzleramt noch der Koalitionsausschuss tagte, klang Friedrich Merz nach Aufbruch. Zu einem Foto von seinem Auftritt beim Deutschland-Gipfel von Handelsblatt und Wirtschaftswoche schrieb der Bundeskanzler auf X: „Unser Land erlebt den größten Modernisierungsschub: Wir investieren in Infrastruktur, stärken Wirtschaft und Innovation, sichern den Sozialstaat und Europas Sicherheit. Es ist noch viel zu tun. Ich bin überzeugt: Wir tun das Mögliche und Richtige – für eine bessere Zukunft.“
Auf eben diesem Gipfel hatte er wenige Stunden zuvor allerdings schon die nächste Vertagung verkündet. Mit einer kompletten Umsetzung der Reformpläne bis Weihnachten rechne er nicht mehr, berichtet das Handelsblatt. Der Koalitionsausschuss, der erste seit mehr als drei Monaten, änderte daran nichts.
Reformstau
Vom Herbst 2025 ins Frühjahr 2027: Kanzler Merz vertagt Reformen erneut aufs Frühjahr
Der Koalitionsausschuss bringt nach vier Stunden kaum Greifbares. Stattdessen verschiebt der Kanzler die großen Sozialreformen ein weiteres Mal, diesmal ins Jahr 2027.
5 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Aus dem „Herbst der Reformen“ ist das Frühjahr 2027 geworden.
© Michael Kappeler/dpa
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*