Bei Karls zahlt man fürs Karussell und für den Erdbeerkuchen, durch das Tor kommt man umsonst. An fünf Abenden im Oktober gilt das in Elstal nicht mehr: Wer zur Gruselnacht will, muss vorher ein Ticket kaufen.
Das Halloween-Programm zieht in diesem Herbst von Standort zu Standort. Oberhausen macht am 9. und 10. Oktober den Anfang, Döbeln in Sachsen folgt eine Woche später. Das Finale steigt vor den Toren Berlins.
Karls Gruselnacht Elstal: Die Termine
Im Erlebnis-Dorf in Elstal wird an zwei Wochenenden gegruselt.
Laut Reiseland Brandenburg sind das diese Abende, jeweils von 17 bis 22 Uhr:
- Freitag, 23. Oktober Samstag
- Samstag, 24. Oktober
- Sonntag, 25. Oktober
- Freitag, 30. Oktober
- Samstag, 31. Oktober (Halloween)
Was kostet der Eintritt zur Gruselnacht?
Das Normalticket kostet nach Angaben des Blattes 24,50 Euro, mit Jahreskarte sind es 19,50 Euro. Dafür sind alle Attraktionen bis 22 Uhr inklusive, auch Fahrgeschäfte, für die man sonst Karls-Münzen einwirft.
Rechnet man das hoch, landet eine vierköpfige Familie ohne Kinderermäßigung bei 98 Euro. Bratwurst und Glitzerstab sind da noch nicht drin. Ob es für Kinder günstigere Tickets gibt, verrät der Ticketshop von Karls.
Wer nur bummeln will, kommt trotzdem rein. Manufakturen-Markt und Hofküche bleiben bis 22 Uhr frei zugänglich. Die Fahrgeschäfte schließen für Besucher ohne Ticket allerdings schon um 15.30 Uhr.
Neu in Elstal: Das VIP-Ticket für 89,90 Euro
Erstmals verkauft Karls in Elstal ein VIP-Ticket. Es kostet 89,90 Euro, mit Jahreskarte 79,90 Euro. Für eine vierköpfige Familie sind das 359,60 Euro.
Dafür geht es schon um 16.30 Uhr über eine eigene Fastlane rein. Am Labyrinth und an der Eiswelt darf man einmal an der Schlange vorbei, bei der Hauptshow gibt es einen VIP-Bereich.
Dazu kommen Pfannkuchen, Kaffee und Erdbeerbrause in einer eigenen Pfannkuchenschmiede, Erinnerungsfotos von den Fahrgeschäften und ein Geschenk. Die VIP-Tickets sind laut Karls streng limitiert und nur in Elstal zu haben.
Drohnenshow und Feuer-Motocross am Himmel über Elstal
Der Höhepunkt des Abends findet über den Köpfen statt: 500 Drohnen sollen den Himmel über dem Erdbeerdorf erleuchten. In Elstal kommt eine Motocross-Show namens „Globe of Speed“ dazu, bei der die Fahrer mit Feuereffekten durch eine Stahlkugel rasen.
Am Boden warten eine Grusel-Raupenbahn, Fahrgeschäfte mit Live-Erschreckern und das Tiefsee-Monster „Die Krake“. Gestalten auf Stelzen mischen sich unter die Besucher, Kinder können zum Neon-Schminken.
Angsthasen-Skala: So gruselig sind die Scare Zones
Ein Kinderzimmer voller unheimlicher Puppen, eine Horror-Farm, eine Zirkus-Freakshow: Jede dieser Gruselzonen trägt eine Bewertung. Die Skala reicht von einem Angsthasen für „leicht gruselig“ bis zu fünf für die harten Fälle.
Für alle, die schon beim Wort Puppenzimmer zusammenzucken, verkauft Karls einen „Anti-Grusel-Glitzerstab“. Wer ihn in der Hand hält, wird in den Scare Zones von den Erschreckern verschont.
Das ist die vielleicht ehrlichste Erfindung der Freizeitpark-Branche. Ein Ablassbrief für Eltern, die nur mitgehen, weil die Kinder unbedingt wollten.
Achtung: Die Erschrecker sind selbst schreckhaft
Kurios wird es bei den Gruselgestalten selbst. „Unsere Erschrecker sehen zwar gruselig aus, fürchten sich aber vor Körperkontakt“, schreibt der Veranstalter. Anfassen oder Festhalten ist tabu.
Kostüme und Grusel-Schminke sind dagegen ausdrücklich erwünscht. Den Hund lässt man besser zu Hause, Veranstalter raten wegen der schreckhaften Atmosphäre davon ab.
Gruselnächte haben bei Karls Tradition
Neu ist die Idee übrigens nicht. Im Stammhaus in Rövershagen bei Rostock fand am 3. Oktober bereits die 35. Gruselnacht statt. Auch in Elstal kostete der Grusel schon in früheren Jahren Eintritt.
Nach eigenen Angaben ist Karls damit jedes Jahr ausverkauft. Wer zögert, erlebt den größten Schreck womöglich schon vorher: beim Blick in den leeren Ticketshop.
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