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Finanzierungslücke

Jüdische Kulturtage: Hauptausstellung wegen abgelehnter Fördergelder abgesagt

Trotz eingehaltener Auflagen gibt es keine Fördermittel vom Antisemitismus-Präventionsfonds für die 39. Jüdischen Kulturtage im November.

Patricia Hempel
Patricia Hempel
3 Min
Gideon Joffe: „Jüdisches Leben wird politisch beschworen – und in der Realität fehlt das Geld dafür.“

Gideon Joffe: „Jüdisches Leben wird politisch beschworen – und in der Realität fehlt das Geld dafür.“

© Ralf Mueller/IMAGO

Die Jüdischen Kulturtage Berlin müssen ihre Hauptausstellung „Super Hero – Was macht einen Menschen zum Helden?“ für die diesjährigen Jüdischen Kulturtage absagen. Grund dafür ist eine Finanzierungslücke, die durch die Ablehnung beantragter Fördermittel entstanden ist. Das teilte die Jüdische Gemeinde zu Berlin mit.

Das Festival soll vom 12. bis 22. November stattfinden. Die Gemeinde bedauere die Absage außerordentlich.

Ursprünglich hatte die Jüdische Gemeinde für das geplante Streetfood-Festival und die Eröffnungsveranstaltung insgesamt 150.000 Euro aus dem Antisemitismus-Präventionsfonds beantragt. Eine der Förderbedingungen sieht vor, dass bei den unterstützten Veranstaltungen keine Eintrittsgelder erhoben werden dürfen. Entsprechend seien beide Formate von Beginn an als kostenfreie Angebote konzipiert worden.

Die Förderanträge wurden dennoch abgelehnt. Die dadurch entstandene Lücke im Gesamtbudget könne kurzfristig nicht geschlossen werden, heißt es seitens der Gemeinde. Deshalb müsse nun ausgerechnet die zentrale Ausstellung „Super Hero“ aus dem Programm gestrichen werden.

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