Kommentar

Schröder auf Putins Party: Der letzte Draht nach Moskau führt über die Geburtstagstorte

Gerhard Schröder feiert mit Putin, und die Empörungsprofis laufen heiß. Dabei übersehen sie, dass der Altkanzler womöglich Berlins letzter Draht in den Kreml ist.

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Alte Freunde am Kamin. Gerhard Schröder besuchte Wladimir Putin an dessen 74. Geburtstag, das Foto verbreitete der Kreml.

Alte Freunde am Kamin. Gerhard Schröder besuchte Wladimir Putin an dessen 74. Geburtstag, das Foto verbreitete der Kreml.

© Handout/RUSSIAN PRESIDENTIAL PRESS OFFICE

Am Mittwoch empfing Wladimir Putin Altkanzler Gerhard Schröder zu seinem 74. Geburtstag bei sich zu Hause. Nach Angaben des Kremls hatte Putin aus den Medien erfahren, dass sich Schröder „geschäftlich in Moskau aufhielt“, und daraufhin „seinen alten Freund“ eingeladen. So spontan kann Freundschaft sein. Die Fotos lieferte der Kreml gleich mit. Zwei ältere Herren, viel Lächeln.

Dass diese Bilder in Deutschland nicht als harmloses Familienalbum durchgehen würden, war absehbar. Schröder steht nicht zum ersten Mal in der Kritik, weil er seinem Freund im Kreml die Treue hält. Die Empörung kam also so pünktlich wie die Torte. Bemerkenswert ist eigentlich nur, wer diesmal alles mitgemacht hat.

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