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Mordanschlag

Anschlag gegen Tusk und Verteidigungsminister geplant? Polen hält Krisentreffen ab

Polens Polizei soll Hinweise auf einen möglichen Anschlag auf zwei Regierungsmitglieder erhalten haben. Sicherheitsbehörden sollen die Angaben prüfen.

2 Min
Polens Ministerpräsident Donald Tusk. Polnische Behörden prüfen Hinweise auf einen möglichen Anschlag auf ihn und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz.

Polens Ministerpräsident Donald Tusk. Polnische Behörden prüfen Hinweise auf einen möglichen Anschlag auf ihn und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz.

© Yurii Rylchuk/Ukrinform/imago

Die polnische Polizei hat Informationen über einen möglichen Anschlag auf Ministerpräsident Donald Tusk und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz erhalten. Das teilte die Sprecherin des Innenministeriums, Karolina Gałecka, am Sonntag auf X mit.

Polens Sicherheitsbehörden stuften die Drohungen gegen Tusk und Kosiniak-Kamysz als ernst ein. Nach einer Besprechung von Polizei, Inlandsgeheimdienst und Personenschutz am Sonntagvormittag sagte Geheimdienstsprecher Jacek Dobrzyński laut Polsat News, es bestehe eine „hohe Wahrscheinlichkeit“, dass die Drohungen umgesetzt werden könnten.

Die Drohungen betreffen nach seinen Angaben „die Sicherheit und das Leben“ der beiden Regierungsmitglieder. Sie seien zunächst beim staatlichen Personenschutzdienst SOP per E-Mail eingegangen, der anschließend die Polizei informiert habe.

Bei der Besprechung im Antiterrorzentrum des Inlandsgeheimdienstes ABW seien weitere Maßnahmen vereinbart worden. Zu möglichen Verdächtigen oder konkreten Tatvorbereitungen äußerte sich Dobrzyński in dem Bericht nicht.

Polens Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz. Auch auf ihn soll ein Mordanschlag geplant worden sein.

Polens Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz. Auch auf ihn soll ein Mordanschlag geplant worden sein.

© Dominika Zarzycka/ZUMA Press/imago

Verstärkte Kontrollen nach Schulangriffen

Die Mitteilung fällt in eine Zeit erhöhter Wachsamkeit nach mehreren Messerangriffen an polnischen Schulen. Bei einer Attacke in Leszczydół-Nowiny nordöstlich von Warschau wurde am Donnerstag eine 37-jährige Schulmitarbeiterin getötet. Zwei weitere Menschen wurden verletzt. Bereits am Mittwoch hatte es einen Messerangriff an einer Berufsschule in Ostrołęka gegeben.

Nach diesen Taten ordnete Tusk regelmäßige Polizeikontrollen an Schulen an. Am Sonntagmorgen erklärte der Regierungschef laut Associated Press, die bisherigen Erkenntnisse zu den Schulangriffen deuteten auf spontane, durch Internetaktivitäten angeregte Gewalttaten hin. Es gebe keine Hinweise auf eine in großem Umfang organisierte Gruppe.

Ein Zusammenhang zwischen den Schulangriffen und den nun bekannt gewordenen Hinweisen auf einen möglichen Anschlag auf die beiden Regierungsmitglieder wurde in den vorliegenden Mitteilungen nicht genannt.

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