Dem Patienten geht es nicht gut, er wird beatmet. Eine Ärztin und eine Intensivpflegekraft der Charité stehen an seinem Bett, kümmern sich um ihn. Sie tragen dicke Schutzkleidung, dazu Schutzmaske und Schutzbrille. Der Patient ist blass, was daran liegt, dass seine Haut aus hellem Gummi ist und es sich bei ihm um eine Puppe für Übungszwecke handelt.
Die Szenerie unter einem Baldachin ist im Hof des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit, kurz BMZ, in Berlin-Kreuzberg aufgebaut. Das Charité-Team demonstriert gerade Ministerin Reem Alabali Radovan (SPD), was es nur wenige Tage zuvor in Afrika getan hat. Es hat medizinischem Personal dort gezeigt, wie es am besten Menschen medizinisch versorgt, die sich mit dem Ebola-Virus infiziert haben. Und das sind Tausende.
Das BMZ finanziert dieses Programm, bei dem die Spezialisten aus Berlin helfen, der Epidemie etwas entgegenzusetzen. Sie grassiert im Osten der Demokratischen Republik Kongo, weitet sich inzwischen aber auch auf benachbarte Regionen aus. In Uganda wurden 20 Fälle und zwei Tote bestätigt. Kenia meldete am 6. Oktober seinen ersten Fall; ein Kenianer, der aus dem Kongo zurückkehrte und in Nairobi starb.
Welt-GEsundheitsgipfel
Berlin gegen Ebola: Charité bildet 120 Klinikbeschäftigte in Afrika aus
Während in Berlin der World Health Summit tagt, zeigt ein Charité-Team, wie es Ebola-Kranke versorgt.
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Alabali Radovan (2.v.l.), Ministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit, beobachtet ein Charité-Team bei einer Ebola-Übung.
© Jordis Antonia Schlösser
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