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„Der Wedding kommt“ war Berlins ältester Kiez-Witz. Jetzt ist er nicht mehr lustig

„Der Wedding kommt“ war in Berlin jahrelang ein Witz. Jetzt zeigen Mieten, Karstadt-Pläne und Leopoldplatz: Die Gentrifizierung im Wedding ist real.

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Noch hängt der Schriftzug: Das frühere Karstadt-Haus am U-Bahnhof Leopoldplatz steht seit Januar 2024 weitgehend leer. Nun plant die Eigentümerin einen Umbau mit Wohnungen.

Noch hängt der Schriftzug: Das frühere Karstadt-Haus am U-Bahnhof Leopoldplatz steht seit Januar 2024 weitgehend leer. Nun plant die Eigentümerin einen Umbau mit Wohnungen.

© IMAGO/Schoening

Es gibt in Berlin einen Satz, der so oft gesagt wurde, dass ihn irgendwann niemand mehr ernst nahm: „Der Wedding kommt.“ Das britische Magazin Monocle hielt ihn schon vor Jahren für müder als jeden Witz über den Flughafen. Das will in dieser Stadt etwas heißen.

Gemeint war er anfangs ernst. Nach Prenzlauer Berg und Neukölln sei der Wedding dran, mit Siebträgermaschinen und Mieten, die man nur noch mit Erbe bezahlt. Dann passierte über Jahre nichts. Der Wedding blieb an der Müllerstraße stehen, bestellte noch ein Pils und ließ die Karawane an der Bernauer Straße umkehren.

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