Energiekrieg

„Schande“: Trump reagiert auf neue ukrainische Angriffe auf Russlands Raffinerien

Der Konflikt zwischen Washington und Kiew dauert an: Die Ukraine hat seine Angriffspause beendet. Trump kritisiert Selenskyj daraufhin scharf.

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US-Präsident Donald Trump im Rosengarten des Weißen Hauses. Er hat die erneuten ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien scharf kritisiert.

US-Präsident Donald Trump im Rosengarten des Weißen Hauses. Er hat die erneuten ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien scharf kritisiert.

© Jim Watson/AFP

US-Präsident Donald Trump hat die Wiederaufnahme ukrainischer Angriffe auf russische Ölraffinerien scharf kritisiert. „Ich halte das für eine Schande“, sagte er am Donnerstag dem US-Sender Newsmax. Die Attacken trieben die weltweiten Energiepreise nach oben. Russland produziere Diesel, den die USA und andere Länder benötigten, argumentierte Trump. Es gebe zahlreiche andere Ziele, die die Ukraine angreifen könne.

Trump erneuerte zugleich seine persönlichen Vorwürfe gegen den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Er sei kein großer Anhänger des Staatschefs, sagte er in der Newsmax-Sendung „Finnerty“. Selenskyj behaupte zwar, den Krieg beenden zu wollen, sei aber nicht zu einer Einigung bereit. Vermutlich wollten sowohl Selenskyj als auch Kreml-Chef Wladimir Putin letztlich ein Ende des Krieges, den Umgang mit dem ukrainischen Präsidenten empfinde er jedoch als schwieriger.

Selenskyj beendet Angriffspause

Selenskyj hatte zuvor in einem Interview mit der Financial Times erklärt, die Ukraine werde russische Raffinerien wieder angreifen. Kiew habe seine Attacken auf Energieanlagen auf Bitten Washingtons ausgesetzt, während Russland weiter ukrainische Energieinfrastruktur beschossen habe.

Bereits am Donnerstag wurde eine Raffinerie des Staatskonzerns Rosneft in der Region Rjasan südöstlich von Moskau getroffen. Der Regionalgouverneur bestätigte einen Brand nach einem ukrainischen Drohnenangriff. Die Anlage trägt zur Treibstoffversorgung der russischen Hauptstadt bei.

Trump hatte am Sonntag eine sofortige Energie-Waffenruhe verkündet. Deren Umfang blieb jedoch ungeklärt. Der Kreml erklärte später, an der Festlegung der Bedingungen werde noch gearbeitet. Von einer verbindlichen, gemeinsam vereinbarten Feuerpause kann daher nicht ohne Weiteres gesprochen werden.

Kiew verlangt gegenseitigen Verzicht

Selenskyj hatte seine Bedingungen bereits am Montag öffentlich erläutert. Nach Angaben des ukrainischen Präsidialamts erklärte er beim Warsaw Security Forum, Kiew sei zum Verzicht auf Angriffe gegen russische Raffinerien und Ölexporte bereit, wenn Moskau seine Attacken auf die ukrainische Energieversorgung und kritische Infrastruktur einstelle.

Der ukrainische Präsident berichtete zugleich von russischen Angriffen auf ein Kraftwerk in Charkiw sowie eine Gasförderanlage. Russland versuche, die bevorstehende Kälte gegen die Ukraine einzusetzen. Europa und die USA müssten deshalb den Druck auf Moskau erhöhen, um die Voraussetzungen für eine tatsächliche Energie-Waffenruhe zu schaffen, forderte Selenskyj.

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