Stralsund liegt im Smart-City-Ranking 2026 nach eigener Darstellung auf dem ersten Platz in Mecklenburg-Vorpommern und bundesweit auf Rang 58 von 418 untersuchten Städten, wie die Hansestadt Stralsund mitteilte. Der Entwicklungsgrad der Stadt liegt bei 41,5 Prozent, der Bundesdurchschnitt bei 33,2 Prozent. Gegenüber 2025 stieg der Wert von 39,0 auf 41,5 Prozent. In der Kategorie „Große Mittelstadt“ ordnet die Stadt sich auf Platz 15 ein und zählt sich zur Reifekategorie „Etablierte Smart City“.
Die Rangplätze sind Angaben der Stadt, nicht Teil einer öffentlich einsehbaren Liste des Anbieters. Das Beratungsunternehmen H&Z Haselhorst Associates, das die Untersuchung seit 2018 jährlich erstellt, veröffentlicht für den Jahrgang 2026 erstmals keine Gesamtrangliste und keine Top-Platzierungen mehr, wie das Fachportal Kommune21 unter Berufung auf den Anbieter berichtete. Lucía Wright, Associate Partner bei H&Z, begründete das so: „Mit zunehmender Reife kommunaler Digitalisierungsstrategien wird deutlich, dass Smart-City-Entwicklung kein Wettbewerb um Spitzenplätze ist.“ Der Bundesdurchschnitt von 33,2 Prozent und die Zahl von 418 untersuchten Städten sind dagegen vom Anbieter selbst veröffentlicht. Das Ranking bewertet Städte ab 30.000 Einwohnern in zehn Handlungsfeldern auf Basis öffentlich zugänglicher Daten.
Stark bei Strategie, schwächer bei Energie und Gesundheit
In acht der zehn Handlungsfelder liegt Stralsund über dem Bundesdurchschnitt. Den höchsten Wert erreicht die Stadt im Feld „Strategie & Basis“ mit 85,3 Prozent, ein Plus von 8,0 Prozentpunkten gegenüber 2025. Die digitale Infrastruktur kommt auf 69,0 Prozent, Wirtschaft und Handel auf 43,4, Verwaltung auf 42,6, Mobilität auf 37,3, Bildung auf 35,1 sowie Tourismus und Kultur auf 30,8 Prozent. Nachholbedarf sieht die Stadt bei Energie und Umwelt sowie bei Gesundheit.
Für Bürger und Betriebe spürbar sind zwei neue Online-Dienste: Seit Juni können Gewerbetreibende ihr Unternehmen über das Portal OpenR@thaus digital an-, um- oder abmelden; Voraussetzung ist ein „Mein Unternehmenskonto“. Seit Juli lassen sich Anträge auf Genehmigungsfreistellung nach Paragraf 62 der Landesbauordnung digital einreichen und verfolgen. Ist kein Genehmigungsverfahren nötig, darf einen Monat nach vollständiger Einreichung gebaut werden.
Bernstein-Diebstahl: Kinder ermitteln ab 1. November im OZEANEUM Stralsund
Stadtbibliothek Stralsund zeigt Bookstock-Festival aus München per Livestream
Bei der Smart-City-Arbeit kooperiert Stralsund mit den Stadtwerken Stralsund, dem Zweckverband eGo-MV und den Städten der Smarten Hanse (https://www.smarte-hanse.de/). Amtsleiter und Koordinator Heino Tanschus nannte das Ergebnis „Bestätigung unserer gemeinsamen Arbeit und zugleich Ansporn, die digitale Stadtentwicklung weiter voranzutreiben“. Weitere Anwendungen sollen in Kürze vorgestellt werden. Informationen gibt es unter https://www.smarte-stadt-stralsund.de/.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]