„Nie wieder ist jetzt!“ prangte am Wochenende über der Bühne des Deutschlandtags der Jungen Union in Bonn, daneben ein Wahlplakat der Berliner Linken. Die Botschaft war als Warnung vor einem rot-grün-roten Bündnis gemeint, das sich in der Hauptstadt anbahnt.
Die Delegierten forderten einstimmig die „gesellschaftliche Ächtung“ einer solchen Koalition. Kanzler Friedrich Merz sekundierte, SPD und Grüne dürften „mit solchen Linksradikalen keine Gespräche führen und schon einmal gar nicht in eine Koalition eintreten“, das sei „nicht zulässig zum Schutze unserer Demokratie“.
Die Aufregung gilt längst nicht nur der Hauptstadt. Ein Gespenst geht um in Deutschland, das Gespenst von Rot-Grün-Rot. Und eine eher selten zitierte Umfrage zeigt, dass es mehr sein könnte als ein Hirngespinst.
Linksbündnis
Das Gespenst von Rot-Grün-Rot: Warum die Union jetzt auch im Bund zittert
Die SPD dümpelt in den Umfragen, ihr Wählerpotenzial aber ist enorm. Mehr als jeder Dritte hält sie für wählbar. Mit Manuela Schwesig hätte die SPD eine Machtoption.
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Manuela Schwesig am Wahlabend in Schwerin. Was in Mecklenburg-Vorpommern gelang, könnte Rot-Grün-Rot auch im Bund zur realen Option machen.
© Somaya Abdelrahman/Imago
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