Andere Städte bauen, Berlin verhindert. Am Ende bekommt die Stadt: nichts. Weil sie die Straßenbahn ablehnen, trieben Politiker Pläne für eine Magnetschwebebahn nach Spandau voran. Sie hielten daran fest, obwohl die Fachabteilung in der Senatsverwaltung nachwies, dass enorme Kosten drohen. Es gab auch Pläne für ein Seilbahn-Netz, das bis Buch reichen soll. Eine Akteneinsicht im Senat, die tief blicken lässt.
Erwirkt wurde sie vom Bündnis Pro Straßenbahn. Zu den 17 Organisationen gehören die Linken, die Grünen, der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) sowie der Fahrgastverband IGEB.
Der Vorwurf lautet: Aus ideologischen Gründen legten Politiker im Senat und in Spandau ein Tramprojekt auf Eis, das weit gediehen war. Stattdessen verfolgten sie Ideen, die kaum Chancen auf Realisierung haben. Fahrgäste sind die Leidtragenden: Sie müssen auch künftig mit „überlasteten Bus-Korridoren“ vorliebnehmen, kritisiert Katharina Wolf vom BUND. Zudem würden städtebauliche Projekte gefährdet.
Nahverkehr
„Akut gefährdet“: Interne Akten zeigen, warum Senatsexperten vor der Magnetbahn warnten
Ohne Tram dürfe der Siemensstadt Square nicht genehmigt werden, eine Stelzenbahn nach Spandau würde bis zu 888 Millionen Euro kosten. Doch die CDU hielt eisern an ihrem Plan fest.
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In China fährt die Magnetschwebebahn bereits: In Chengdu lässt sich das Transport-System Bögl auf einer Demonstrationsstrecke erleben.
© Max Bögl
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