Zittau übernimmt das frühere Phänomen/Robur-Werk am Bahnhof. Oberbürgermeister Thomas Zenker hat den Kaufvertrag mit den Erben des bisherigen Eigentümers unterschrieben, wie die Stadtverwaltung Zittau am Donnerstag mitteilte. Der Stadtrat hatte dem Kauf zuvor mit deutlicher Mehrheit zugestimmt. Die Stadt zahlt einen mittleren sechsstelligen Betrag, der nach Abschluss der Formalien fließen soll.
Das Gelände zwischen Bahnhof-, Eisenbahn- und Marschnerstraße ist mehr als 20.000 Quadratmeter groß. Es ist mit teils denkmalgeschützten Gebäuden bebaut, die die Bauaufsicht mehrfach beschäftigt haben. Einige davon lassen sich nach Einschätzung der Stadt womöglich nicht mehr erhalten. „Eigentlich hätten wir für diese Ruinenlandschaft Geld bekommen müssen, statt dafür zu zahlen“, sagte Zenker. Der Stadtrat habe sich dennoch auf den Kauf eingelassen, weil es mindestens zwei aussichtsreiche Vorhaben gebe und das Areal nicht erneut Spekulanten überlassen werden solle.
Busbetriebshof von DB Regio Bus kommt auf Robur-Gelände
Landesgartenschau 2032 in Zittau: Die Robur-Gebäude am Bahnhof sind als Ausstellungsfläche in der Bewerbung vorgesehen.
© Stadtverwaltung Zittau
Auf einem Teil der Fläche soll ein Betriebshof für die Linienbusse entstehen. Stadt, Landkreis Görlitz und DB Regio Bus haben dazu eine Absichtserklärung unterzeichnet. Dafür werden einige der ruinösen Gebäude abgerissen; an ihrer Stelle sind Wartungsanlagen sowie Park- und Pausenflächen für die Busse geplant. Die Nähe zum Bahnhof soll Leerfahrten der Busse verringern, auch über die Laufzeit künftiger Verkehrsverträge hinaus. Der Hochbau des Werks soll als Ausstellungsfläche einer möglichen Landesgartenschau 2032 dienen.
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Ob die Gartenschau nach Zittau kommt, ist noch offen. Der Stadtrat hatte am 3. September beschlossen, sich zu bewerben; die Stadt will die Unterlagen bis 31. Oktober einreichen und rechnet laut Stadtverwaltung Zittau mit einer Entscheidung des Freistaats zum Jahresende. Die Robur-Gebäude am Bahnhof sind in der Bewerbung als Ausstellungsschwerpunkt mit Blumenhalle vorgesehen. Das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft stellt dem Ausrichter der Landesgartenschau 2032 einen Zuschuss von bis zu fünf Millionen Euro in Aussicht.
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