Rechtsextremismus

Rechtsextreme Chatgruppe entdeckt: Über 25 Berliner Polizisten unter Verdacht

Die Beamten der Berliner Polizei sollen Muslime in der Chatgruppe als „fanatische Primatenkultur“ und Neonazis als mögliche „Verbündete“ bei linken Demonstrationen bezeichnet haben. Die Berliner Polizei hat Strafverfahren gegen eingeleitet.

Team News BLZ
2 Min
Ein Einsatzfahrzeug der Berliner Polizei steht vor dem Brandenburger Tor in Berlin.

Ein Einsatzfahrzeug der Berliner Polizei steht vor dem Brandenburger Tor in Berlin.

© Foto: Imagoimages/Florian Gaertner

Muslime sollen als „fanatische Primatenkultur“ bezeichnet und Flüchtlinge mit Vergewaltigern oder Ratten gleichgesetzt worden sein. Zudem seien Neonazis als mögliche „Verbündete“ bei linken Demonstrationen genannt  worden, so die Vorwürfe. 

Ein Vorgesetzter der Gruppe sei über die rassistischen Äußerungen in dem Chat informiert gewesen, heißt es in dem Bericht weiter. In einer internen Email habe er die Beamten demnach aufgefordert, keine strafrechtlich relevanten Inhalte zu teilen.

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) erklärte dazu laut dem ARD-Magazin: „Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, ist dies absolut inakzeptabel und hat nichts mit einer modernen, weltoffenen Hauptstadtpolizei zu tun.“  Die Berliner Polizeibehörde erklärte inzwischen, es sei „unerträglich, solche unter uns zu wissen, die sich aufgrund ihrer Herkunft über andere erheben und den Ruf eines ganzen Berufsstandes schädigen“. Gegen die verdächtigten Kollegen seien unmittelbar ein Strafverfahren eingeleitet und die Ermittlungen aufgenommen worden, heißt es in der Stellungnahme.

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