Wetter

110 km/h und 50 Liter Regen: Heute Vormittag wird es gefährlich

Der DWD warnt am Freitag vor Starkregen bis 50 Liter, Gewittern und Sturmböen. Im Bergland orkanartige Böen um 110 km/h, im Süden 31 Grad.

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Regenschleier unter einer Schauerwolke: Von Ostfriesland bis Mecklenburg erwartet der DWD am Freitag bis zu 50 Liter pro Quadratmeter in sechs Stunden. (Symbolbild)

Regenschleier unter einer Schauerwolke: Von Ostfriesland bis Mecklenburg erwartet der DWD am Freitag bis zu 50 Liter pro Quadratmeter in sechs Stunden. (Symbolbild)

© IMAGO/Ade Zech

In einem schmalen Streifen von Ostfriesland bis nach Mecklenburg fallen an diesem Freitag bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter in sechs Stunden. Der Deutsche Wetterdienst warnt dort vor Unwetter, dazu vor Gewittern mit Hagel und Sturmböen über dem halben Land.

Wer im Norden oder in der Mitte unterwegs ist, sollte den Vormittag einplanen: Dann liegt das kritische Zeitfenster.

110 km/h im Bergland: Diese Regionen trifft der Sturm

Über dem Norden und der Mitte liegt ein Tief, das warme Meeresluft heranführt. Über dem Süden hält sich noch der hohe Luftdruck, mit ihm strömt erneut eine heiße Luftmasse heran.

Der Südwest- bis Westwind frischt in der Nordhälfte und der Mitte stark auf: steife bis stürmische Böen zwischen 55 und 70 km/h, vereinzelt Sturmböen um 85 km/h. Im höheren Bergland sind schwere Sturmböen um 100 km/h angekündigt, in exponierten Lagen orkanartige Böen um 110 km/h – Windstärke 11 auf der Warnskala des DWD.

Dazu kommen Gewitter, zunächst im Norden, am Nachmittag und Abend über der Mitte. In den Zellen sind 20 Liter Regen in einer Stunde, kleinkörniger Hagel und Sturmböen um 85 km/h möglich, örtlich schwere Sturmböen um 100 km/h.

Wie weit die beiden Landeshälften auseinanderliegen, zeigt die Temperaturvorhersage für den Nachmittag: 20 Grad und Regen in Hamburg, 24 Grad und Sturmböen in Hannover, 25 Grad und Sturmböen in Berlin. In Stuttgart werden 31 Grad erwartet, in München, Nürnberg und Frankfurt 30. Auf dem Brocken sind es 15 Grad, bei orkanartigen Böen.

Welche Orte konkret betroffen sind, steht in den amtlichen Warnungen, die laufend aktualisiert werden.

Ab Mitternacht: Wann der Sturm nachlässt

In der Nacht zum Samstag beruhigt sich die Lage im Binnenland. An den Küsten und im exponierten Bergland bleibt es mit 55 bis 70 km/h stürmisch, auf dem Brocken sind Sturmböen um 85 km/h möglich.

Nach Mitternacht zieht die Gewitteraktivität in den Süden. Auch dort werden dann 20 Liter in einer Stunde und stürmische Böen um 65 km/h erwartet. Zum Morgen frischt der Wind an der Nordsee wieder auf, mit Böen um 80 km/h.

Der Samstag bringt vormittags von der Mitte in den Süden etwas Regen, am längsten am Alpenrand, danach Aufheiterungen. Im Norden und der Mitte werden 18 bis 24 Grad erreicht, im Süden 25 bis 29 Grad.

50 Liter in sechs Stunden – fast ein ganzer Monatsregen

Für den Streifen von Ostfriesland bis nach Mecklenburg rechnet der Wetterdienst mit 20 bis 35, vereinzelt bis 50 Litern pro Quadratmeter in sechs Stunden. Ab dieser Größenordnung stuft der DWD den Regen als Unwetter ein.

Zur Einordnung: Das mittlere Niederschlagssoll für einen kompletten September liegt in Deutschland bei 61 Litern pro Quadratmeter. In den betroffenen Regionen kann an einem Vormittag also der Regen von vier Wochen herunterkommen.

So viel Wasser nimmt kein Boden in sechs Stunden auf. Es fließt oberirdisch ab, in Senken, Unterführungen und Keller.

Warum ein Septembersturm härter trifft als ein Novembersturm

Böen um 100 km/h wären Ende November ein Randthema. Anfang September stehen die Bäume aber noch in vollem Laub, und jedes Blatt ist Angriffsfläche für den Wind.

Dazu kommt der aufgeweichte Boden nach stundenlangem Regen. Wurzeln verlieren Halt, Äste brechen, Bäume kippen – auf Straßen, Gleise und parkende Autos. Genau diese Kombination sorgte bei der Unwetterserie im Sommer für gesperrte Bahnstrecken und Hunderte Feuerwehreinsätze.

Deshalb gilt heute im Norden und in der Mitte: Waldwege und Alleen meiden, Mülltonnen und Gartenmöbel sichern, Bäume nicht als Regenschutz nutzen.

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Bis 32 Grad am Sonntag: Wie lange die Hitze im Süden hält

Am Sonntag scheint verbreitet die Sonne. An den Küsten bleibt es bei rund 20 Grad, am Oberrhein werden bis zu 32 Grad erwartet. Am Montag folgen südlich der Mitte noch einmal 26 bis 32 Grad, dazu im Westen und am Alpenrand lokal kräftige Gewitter.

Ab Mittwoch dreht die Lage. Dann erwartet der DWD in seiner Zehn-Tage-Vorhersage verbreitet nur noch 18 bis 25 Grad und im Nordwesten erneut Sturmböen. Für die Tage ab dem 10. September rechnen die Meteorologen mit einem Niveau, das auch im Süden nicht mehr sommerlich ist: 18 bis 22 Grad.

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