BER-Eröffnung

Flughafen Schönefeld: Ein persönlicher Abschied vom Tor der DDR zur Welt

Schönefeld war einst ein Zentralflughafen. Tatsächlich brachen von hier Millionen auf.

Maritta Adam-Tkalec Maritta Tkalec
5 Min
Vom Trabant ins Flugzeug: Vom Flughafen Berlin-Schönefeld, hier im Jahr 1976, starteten Millionen DDR-Bürger in den Urlaub. 

Vom Trabant ins Flugzeug: Vom Flughafen Berlin-Schönefeld, hier im Jahr 1976, starteten Millionen DDR-Bürger in den Urlaub. 

© Foto: Imago Images

In mein Leben trat Schönefeld im Herbst 1978. Ich flog, ausgestattet mit tropenungeeignetem Pappkoffer und Visum für das nichtsozialistische Wirtschaftsgebiet (NSW), nach Luanda. Luanda! Ein Jahr Angola, als Dolmetscherin bei den Freundschaftsbrigaden der FDJ. Die Interflug bediente die Linie mit Zwischenlandung in Lagos, Nigeria. Was für Namen, fast wie Cuzco oder Valparaiso - unvorstellbare Orte für eine 22-jährige DDR-Bürgerin. Aber an solche Orte hatte ich gewollt, nicht nach West-Berlin oder Paris. Um in die Ferne zu gelangen, hatte ich Lateinamerikawissenschaften studieren wollen und – Gnade der Geburt als Kind kleiner Leute – einen der begehrten und raren Studienplätze bekommen.

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