Trotz der gesetzlich festgelegten Gleichberechtigung von Mann und Frau dominiert nach dem Zweiten Weltkrieg in der Bundesrepublik weiterhin patriarchalisches Denken, auch im 1949 neu gegründeten DFB. Fußball spielende Frauen gelten als „unweiblich“ und nicht „fraugemäß“. Im Kampf um den Ball verschwinde „die weibliche Anmut, diese Kampfsportart ist der Natur des Weibes im Wesentlichen fremd. Körper und Seele erleiden unweigerlich Schaden und das Zurschaustellen des Körpers verletzt Sittlichkeit und Anstand“, heißt es in dem einstimmig gefassten DFB-Beschluss. Am 30. Juli 1955 wird der Frauenfußball verboten.
Sportgeschichte
Witze, Häme, Gängeleien: Der schwere Weg des Frauenfußballs
Der Frauenfußball fristete lange ein Nischendasein – und war zwischenzeitlich sogar untersagt. Vor 50 Jahren hob der DFB das Frauenfußballverbot auf. Es gab jedoch Auflagen.
Michael Ossenkopp
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Spielszene aus der Bundesliga: Die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt traten Anfang Oktober dieses Jahres gegen Leverkusen an.
© Imago Images
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