DDR-Sprache

Aus drei mach vier: Warum die DDR die Zweiraumwohnung erfunden hat

Das größte sozial-politische Projekt der DDR war die „Lösung der Wohnungsfrage“. Aber was tut man, wenn nicht genügend Zimmer zur Verfügung stehen?

Helmut Lück
4 Min
Blick in ein Zimmer einer Wohnung vom Typ WBS 70 in einem Plattenbau aus dem Jahre 1986.

Blick in ein Zimmer einer Wohnung vom Typ WBS 70 in einem Plattenbau aus dem Jahre 1986.

© dpa/Florian Schuh

Es gibt aber eine Sprachregelung, mit der sich die DDR voll durchgesetzt hat: die „Zweiraumwohnung“ (genauso auch die Drei-Vier-Fünf-„Raum“-Wohnung). Üblich war vorher, auch im Osten, die So-und-soviel-„Zimmer“-Wohnung. Und plötzlich wurde in den Medien, in der öffentlichen Rhetorik nur noch von „Raum“-Wohnungen gesprochen! Was war geschehen?

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