Rekonstruktion des Nationalsymbols

Die Quadriga entsteht zum dritten Mal

Nach Originalabgüssen wird die Krone des Brandenburger Tors neu geformt – in Gips. Das Ensemble erzählt viel mehr als die Geschichte von Teilung und Einheit.

Maritta Adam-Tkalec Maritta Tkalec
8 Min
September 1958 auf dem Pariser Platz: die Quadriga – so, wie sie aus der Steglitzer Bildgießerei Noack eingetroffen war. Der Ost-Berliner Magistrat ließ kurz darauf das Eiserne Kreuz und den Adler entfernen.

September 1958 auf dem Pariser Platz: die Quadriga – so, wie sie aus der Steglitzer Bildgießerei Noack eingetroffen war. Der Ost-Berliner Magistrat ließ kurz darauf das Eiserne Kreuz und den Adler entfernen.

© bpk / Meier

Viele Teile lagerten jahrzehntelang in den Katakomben unter dem Nationaldenkmal für die Befreiungskriege auf dem Kreuzberg. Dass überhaupt Gipsabgüsse existieren, verdankt sich einer Vorsichtsmaßnahme von 1942: Die Kriegsfronten rückten näher, Berlin wurde für Bomber erreichbar. Man nahm Abformungen von wesentlichen Teilen der Quadriga.

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