Wir kennen sie also alle: Täter und Betroffene sind unter Kolleginnen und Kollegen, Freundinnen und Freunden, Verwandten und Bekannten. Nur sprechen die wenigsten drüber. Genau darin liegt das Problem. Gewalt gegen Frauen hat viele Formen, beginnt bei verbaler Belästigung auf der Straße und endet beim Femizid. Sprechen wir aber nicht darüber, bleibt sie unsichtbar, Privat- und Frauensache, unser Ding. Dabei ist sie ein gesellschaftliches Grundproblem. Was sagt es über unser Miteinander aus, wenn Frauen sich schämen, sogar ihren Freundinnen von ihrem prügelnden Freund zu erzählen? Der sich vielleicht sogar damit brüstet, dass er „seine Perle“ im Griff hat? Warum sind Männer auf der Straße nicht solidarischer und weisen ihre Geschlechtsgenossen in die Schranken, wenn sie grüppchenweise einzelnen Frauen und Mädchen hinterherpfeifen?
Internationaler Tag gg. Gewalt an Frauen
Gewalt gegen Frauen: Jeder kennt die Täter
Frauenmorde sind keine Beziehungstaten, sondern Femizide. Frauen sterben, weil sie Frauen sind – und das patriarchale System an allen Ecken krankt.
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Der gewaltsame Tod durch (ehemalige) Partner ist in Deutschland keine Seltenheit, 2019 gab es 117 Femizide.
© imago images/McPHOTO
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