Kommentar

Warum Berlin erstmal keine weiteren U-Bahn-Strecken braucht

Nicht mehr lange, dann wird die Verlängerung der U5 eröffnet. Mit den Zügen auf der Neubautrasse könnte leider auch eine verquere Debatte an Fahrt gewinnen.

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Eine U-Bahn hält im Bahnhof Friedrichstraße. Auch für die Linie U6 ist eine Verlängerung im Gespräch – zur Urban Tech Republic auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel.

Eine U-Bahn hält im Bahnhof Friedrichstraße. Auch für die Linie U6 ist eine Verlängerung im Gespräch – zur Urban Tech Republic auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel.

© Paulus Ponizak

Der Tunnel Unter den Linden zeigt immerhin eines: Allen Berlin-Witzeleien zum Trotz ist es in dieser Stadt möglich, öffentliche Großprojekte zum Erfolg zu bringen. Die Kostenschätzung von 2013  wird nur um wenige Prozent überschritten, und der seit Jahren kommunizierte Eröffnungstermin wird gehalten. Dagegen ist die Geschichte des Teilstücks zwischen Hauptbahnhof und Brandenburger Tor weniger rühmlich. Als es noch als Kanzler-U-Bahn firmierte, sollte es 2002 fertig werden, dann 2006. Doch erst 2009 war es soweit, 14 Jahre nach dem ersten Spatenstich. Weil der Senat in der damals stagnierenden Stadt keine U-Bahn bauen wollte, ruhten die Arbeiten drei Jahre lang – bis der Bund die Fortsetzung erzwang.

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