Einbruch bei der Polizei: Brandstifter zünden sichergestellte Autos an
Bei den letzten Brandstiftungen hatten sich die Täter mitten in der Nacht auf das Kfz-Sichergestellungsgelände in Biesdorf geschlichen. Diesmal agierten sie besonders dreist. Sie brachen am frühen Mittwochabend ein, während auf der Dienststelle der Polizei, die sich direkt neben dem eingezäunten Parkplatz befindet, noch relativ viel Bewegung war. Gegen 20.20 Uhr Flammen bemerkte ein Wachmann eines privaten Sicherheitsdienstes lodernde Flammen auf einem Autodach.
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Der oder die Täter hatten nach Angaben der Polizei eine Toilettenpapierrolle angezündet. „Alarmierte Einsatzkräfte des Polizeiabschnitts 32 löschten die Flammen und alarmierten den Kriminaldauerdienst der Polizeidirektion 3 zur Spurensuche“, erklärte ein Polizeisprecher. Der sichergestellte BMW, der dicht am Zaun stand, wurde dabei leicht beschädigt. Die Heckscheibe des danebenstehenden Pkw wurde durch die Hitzentwicklung teilweise zerstört. Es sei nicht ausgeschlossen, dass der brennende Gegenstand von der anderen Seite über den Zaun geworfen wurde.
GdP fordert besseres Wachpersonal
An der Cecilienstraße stehen Autos, die aus verschiedenen Gründen sichergestellt oder beschlagnahmt wurden. Fast alle sind Träger von Spuren, die in Strafverfahren eine Rolle spielen.
GdP-Landeschef Norbert Cioma wies am Donnerstag erneut auf die ungenügenden Sicherheitsmaßnahmen an den Polizeiliegenschaften hin. „Der Schutz von Polizeidienststellen gehört in staatliche Hand. Bei allem Verständnis für die aktuelle Pandemie, aber es ist nicht zu verstehen, dass die Polizei Impfzentren schützen soll, aber sich Kriminelle auf Polizeigelände immer wieder austoben können“, erklärte Cioma. Es ginge nicht nur um Fahrzeuge, sondern vor allem auch um die Sicherheit der Kolleginnen und Kollegen.
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