So hat die Naturschutzorganisation WWF schon 2018 vor dem globalen Verlust an wildlebenden Rentieren gewarnt. Noch im Jahr 2000 habe zum Beispiel die russische Taimyr-Riesenherde schätzungsweise aus rund einer Million Mitgliedern bestanden. Nicht einmal zwanzig Jahre später sei sie auf rund 380.000 Tiere geschrumpft. Und auch bei den nordamerikanischen Artgenossen, den Karibus, verzeichnen Wissenschaftler in vielen Populationen rückläufige Zahlen. So bestand die Rivière-George-Herde im Norden der kanadischen Provinz Québec noch in den 1980er Jahren aus rund 800.000 Tieren, inzwischen sind es nur noch 8000. Weltweit sind die Bestände nach Angaben des WWF zwischen 1993 und 2018 um etwa 40 Prozent zurückgegangen. Neben der Wilderei sieht die Organisation vor allem den Klimawandel als Gefahr für die Hirsche des hohen Nordens.
Artenschutz
Rentiere: Die Weihnachtstiere sind durch Klimawandel und Wilderei bedroht
Rentiere stehen unter Stress. Die Bestände sind seit 1993 weltweit um etwa 40 Prozent zurückgegangen. Ihr Lebensraum im Norden wird immer unfreundlicher
Kerstin Viering
6 Min
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Das Rentier (Rangifer tarandus) lebt im hohen Norden.
© Foto: imago images/Eric Baccega/Nature Picture Library
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