Archäologie

Pompeji: Forscher graben antike Imbissbude aus

Die Snack Bar, wie sie das Museum vor Ort bezeichnete, soll eine der ältesten der Stadt sein.

Team News Okan Bellikli okb/dpa
2 Min
Pompeji: Blick in die antike Imbissbude

Pompeji: Blick in die antike Imbissbude

© dpa/Luigi Spina

Der Tresen war schon 2019 in Teilen ausgegraben worden. Bei den Arbeiten fanden die Experten auch Essensreste und Knochen von Menschen und Tieren, die in der Antike Opfer der Vulkankatastrophe am Golf von Neapel wurden. Bei den menschlichen Überresten handelt es sich ersten Erkenntnissen zufolge um die eines damals etwa 50 Jahre alten Menschen, der zum Zeitpunkt der Katastrophe nach Vermutung von Experten auf einer Art Bett lag. Weitere Überreste würden noch untersucht, hieß es.

Pompeji: Immer wieder Neues gefunden

Der gelb bemalte Tresen ist mit Bildern von Tieren, der Darstellung einer Alltagssituation und dem Abbild einer Nereide - einer Meeresnymphe - auf einem Seepferdchen verziert. Die abgebildeten Enten und ein Hahn waren Archäologen zufolge wohl Tiere, die in der Verkaufsstätte geschlachtet und verkauft wurden. In dem Steintisch sind außerdem Löcher eingekerbt, bei denen die Forscher davon ausgehen, dass darin die Lebensmittel zum Verkauf auslagen. Neben einem der Gemälde an dem Tresern ist - wörtlich übersetzt - „Nicias schamloser Scheißer“ in Latein eingeritzt. Nicias könnte demnach zum Beispiel der Ladenbesitzer gewesen sein.

Pompeji war bei Ausbrüchen des Vesuvs im Jahr 79 nach Christus untergegangen. Asche, Schlamm und Lava begruben die Siedlungen. Im 18. Jahrhundert wurde die historische Stadt wiederentdeckt. Seitdem kommen immer wieder neue Erkenntnisse ans Licht. Die Ausgrabungsstätte gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Italien. Zuletzt gelang den Archäologen die aufsehenerregende Rekonstruktion zweier Männer, die der Ausbruch vermutlich überrascht hatte.

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