Humanitäre Hilfe

EU: Weitere 3,5 Millionen Euro für Migranten in Bosnien

Hunderte Betroffene sollen besser untergebracht werden. Derzeit sind mehr als 1700 Migranten im bosnischen Kanton Una Sana ohne geeignetes Obdach.

Team News Mike Wilms mow/dpa
2 Min
Polizeibeamte begleiten obdachlose Migranten in Bosnien-Herzegowina.

Polizeibeamte begleiten obdachlose Migranten in Bosnien-Herzegowina.

© dpa/AP/Kemal Softic

„Die Situation im Kanton Una Sana ist inakzeptabel“, erklärte Borrell. Menschenwürdige Bedingungen müssten jederzeit gesichert sein. Die humanitäre Hilfe der EU werde die Menschen mit dem Notwendigsten versorgen. Doch seien dringend langfristige Lösungen nötig. „Wir rufen die Behörden dringend auf, die Menschen nicht im Kalten und ohne Zugang zu sanitären Anlagen zu lassen, mitten in der globalen Pandemie“, forderte Borrell.

Die Organisation Pro Asyl hatte der EU wegen der Situation der Migranten in Bosnien-Herzegowina Totalversagen vorgeworfen und die Öffnung der nahen EU-Grenze gefordert. Das Camp Lipa im Grenzgebiet zu Kroatien war vor einer Woche von der Internationalen Organisation für Migration (IOM) geräumt worden, weil die bosnischen Behörden es nicht winterfest gemacht hatten. Einige junge Männer setzten bei der Räumung aus Wut Zelte und Container in Brand. Die Verlegung der Menschen in eine alte Kaserne scheiterte dann an örtlichen Protesten.

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