Amokdrohungen

13 Amok-Androhungen an Brandenburgs Schulen im ersten Halbjahr

In Perleberg sitzen zwei Jugendliche wegen mutmaßlicher Anschlagspläne in Untersuchungshaft. Das Bildungsministerium legt erstmals konkrete Zahlen vor.

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Nach mutmaßlichen Anschlagsplänen in Perleberg sitzen zwei Jugendliche in Untersuchungshaft.

Nach mutmaßlichen Anschlagsplänen in Perleberg sitzen zwei Jugendliche in Untersuchungshaft.

© Jan Woitas/dpa

An Brandenburger Schulen sind im ersten Schulhalbjahr 2025/26 insgesamt 13 Amok-Androhungen gemeldet worden. „Landesweit wurden im ersten Schulhalbjahr 2025/26 insgesamt 13 Androhungen von Amoktaten an Schulen im Land Brandenburg gemeldet“, sagte ein Sprecher des Brandenburger Bildungsministeriums laut einer Mitteilung. Für die Schuljahre zuvor lägen keine Daten vor, da Amok-Androhungen bis dahin nicht separat statistisch erfasst worden seien.

Zwei Jugendliche in Untersuchungshaft

Wegen mutmaßlicher Amokpläne an einer Oberschule in Perleberg im Landkreis Prignitz sitzen seit Mittwoch zwei Jugendliche in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft in Neuruppin mitteilte. Den Beschuldigten wird die Verabredung zu einem Verbrechen vorgeworfen. Laut Staatsanwaltschaft ging es dabei um die „Planung eines Anschlages an der Friedrich-Gedike-Oberschule“. Nähere Einzelheiten wollten die Behörden aus ermittlungstaktischen Gründen und zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der jugendlichen Beschuldigten nicht bekanntgeben.

„Keine unmittelbare Bedrohungslage“

Die Schulleiterin der Oberschule habe das zuständige Staatliche Schulamt Neuruppin informiert, berichtete der Ministeriumssprecher. Sie habe Hinweise darauf gehabt, dass die zwei Schüler gegenüber anderen Schülern Gewalttaten angekündigt hätten, „und reagierte unmittelbar und sehr umsichtig“. Die Polizei sei hinzugezogen und der Schulträger informiert worden. Laut Ministerium habe „keine unmittelbare Bedrohungslage“ bestanden.

Die Schulleiterin habe die Eltern nach dem Vorfall per Elternbrief informiert. Die Lehrkräfte seien angehalten, mit den Schülern altersgemäß über die Geschehnisse zu sprechen. „Darüber hinaus stehen die Schulsozialarbeit und die schulpsychologische Beratung für Schülerinnen und Schüler, Eltern und auch Lehrkräfte bereit“, teilte das Ministerium mit. (mit dpa)

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