Ein 13-jähriger Junge ist in der spanischen Stadt Ciudad Rodrigo in der Provinz Salamanca während der Feierlichkeiten zum Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft ums Leben gekommen. Drei weitere Menschen wurden nach Angaben der örtlichen Behörden schwer verletzt. Das geht aus spanischen Medienberichten hervor.
Der Jugendliche hielt sich demnach gemeinsam mit anderen jungen Menschen im Inneren des Brunnens „Fuente del Árbol Gordo“ auf, um den Titelgewinn der spanischen Nationalmannschaft zu feiern. Unter der Last der Menschenmenge gab ein Teil der Struktur nach, ein Stein stürzte auf den Jungen. Beamte der örtlichen Polizei versuchten laut eigenen Angaben, den Minderjährigen zu bergen und die Trümmer zu entfernen. Er erlag jedoch seinen Verletzungen.
Nach Angaben von Euronews ging beim Notrufzentrum 112 von Kastilien-León um 00.33 Uhr der erste Anruf ein. Daraufhin rückten Ortspolizei, Guardia Civil, Feuerwehr und Rettungsdienste aus. Eine der verletzten Personen erlitt demnach einen Beinbruch. Der Unglücksort wurde abgesperrt. Auch eine Gruppe zur psychologischen Betreuung von Angehörigen wurde eingerichtet.
Trauer in der Stadt
Die Stadtverwaltung von Ciudad Rodrigo drückte in einer über soziale Medien verbreiteten Mitteilung ihr Beileid aus. „Die gesamte Stadt Ciudad Rodrigo spürt diesen Verlust und begleitet die Familie und Freunde des Minderjährigen in ihrem Schmerz“, hieß es. „Was eine Feier des Sieges der spanischen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft hätte sein sollen, ist zu einer Tragödie für die gesamte Gesellschaft geworden.“
Die Behörde wünschte den weiteren Betroffenen eine „baldige Genesung“. Als Zeichen der Trauer sollen die Flaggen am Rathaus vom 20. bis zum 22. Juli auf halbmast wehen.
Spanien hatte am Abend das Finale gegen Argentinien durch ein Tor von Ferran Torres für sich entschieden.
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