In den vergangenen Jahren haben die Berliner einiges dazu beigetragen, dass die Belastung zurückgegangen ist – zum Beispiel mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes. Fabriken wurden geschlossen, Schornsteine gesprengt. Positiv auf die Luft, die alle atmen, wirkte sich auch die Umweltzone aus. Dass Autos mit hohen Abgaswerten aus der Innenstadt ausgesperrt wurden, stieß auf erbitterte Kritik. Doch wie bei Tempo 50 in der Stadt oder der Gurtpflicht, deren Einführung anfangs ebenfalls nicht goutiert wurde, zeigte sich bald: Es lohnte sich, die Konflikte durchzustehen.
Polen sei Dank – immer weniger Feinstaub in der Berliner Luft
Dass im vergangenen Jahr so wenig Feinstaub in der Berliner Luft schwebte wie mutmaßlich seit Jahrzehnten nicht, ist allerdings nicht den Berlinern zu verdanken. Sondern den östlichen und südöstlichen Nachbarn Deutschlands, die Schornsteine mit Filtern versehen und Kohleöfen durch Heizungen ersetzt haben. Auch deshalb kann der positive Trend kein Anlass dazu sein, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Holzöfen und Kamine, die viel Feinstaub ausstoßen, rücken ins Blickfeld. Der Autoverkehr nimmt weiter zu, der Corona-Lockdown im Frühjahr 2020 hat Berlin nur eine kurze Atempause verschafft. Es gibt viel zu tun – trotz guter Nachrichten.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]