Mordprozess in Berlin

Erst lebenslange Haft, nun Freispruch?

Im Prozess um den Mord an Annegret W. besteht nach 33 Jahren gegen den Angeklagten Klaus R. kein dringender Tatverdacht mehr.

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Klaus Rosenthal kam am Freitag erstmals ohne Handschellen und Wachtmeister in den Gerichtssaal. Ende Dezember war sein Haftbefehl aufgehoben worden.<br>

Klaus Rosenthal kam am Freitag erstmals ohne Handschellen und Wachtmeister in den Gerichtssaal. Ende Dezember war sein Haftbefehl aufgehoben worden.

© Olaf Wagner

Im September 2019 wurde Klaus R. in einem ersten Prozess wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Der Angeklagte ging in Revision. Mit Erfolg: Der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf und verwies den Fall an eine andere Schwurgerichtskammer. Und nun sieht es ganz so aus, als könnten die Richter den Angeklagten freisprechen. Denn Ende Dezember hob die Kammer den Haftbefehl gegen Klaus R. überraschend auf. Es gebe keinen dringenden Tatverdacht mehr, begründeten die Richter ihre Entscheidung. Klaus R., der seit dem 15. November 2018 in Untersuchungshaft saß, kam auf freien Fuß.

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