In Deutschland und anderen Ländern geht die Angst um, dass ansteckendere Mutanten des Coronavirus die Infektionslage massiv verschlechtern könnten. In Großbritannien hatte sich die Variante B.1.1.7 rasch verbreitet – auch hierzulande gibt es vereinzelt Nachweise. Die Mutante zeichnet sich durch mehrere Veränderungen am sogenannten Spike-Protein aus. Dieses Bauteil ermöglicht es dem Virus, an Körperzellen zu binden und in diese einzudringen.
Gleichzeitig ist das Spike-Protein das Ziel des Impfstoffs. Geimpfte bilden unter anderem Antikörper, die an das Bauteil binden und damit das Virus unschädlich machen. Biontech und Pfizer wollten deshalb nun wissen, ob die Mutationen am Spik-Protein die Schutzwirkung des Impfstoffes beeinträchtigen.
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Ihr Experiment führten sie nicht mit echten Coronaviren durch, sondern mit sogenannten Pseudoviren, die aber das jeweilige Spike-Protein auf ihrer Oberfläche tragen. Die Forscher konnten zeigen, dass die Antikörper von insgesamt 16 Geimpften die Pseudoviren mit mutiertem Spike-Protein praktisch genauso wirkungsvoll ausschalten wie solche mit nicht-verändertem Spike-Protein. Es sei deshalb „sehr unwahrscheinlich“, dass der Impfstoff nicht vor Erkrankungen durch die Variante B.1.1.7 schütze, heißt es in der Studie.
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Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, findet die Ergebnisse „sehr beruhigend“. Der entsprechende Impfschutz wäre bei jedem der 16 untersuchten Probanden auch gegenüber der neuen Variante B.1.1.7 noch gegeben.
Vor rund zwei Wochen war eine frühere Analyse zu einem ähnlichen Schluss gekommen, sie hatte sich aber nur auf eine der zehn Mutationen am Spike-Protein von B.1.1.7 konzentriert.
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