Corona-Pandemie

Bericht: Biontech und Pfizer sollen 54 Euro pro Impfdosis verlangt haben

Der Arzneimittelchef der Ärztekammer kritisiert das Preisangebot an die EU als Ausdruck ungerechtfertigten Profitstrebens.

Team News Mike Wilms BLZ
2 Min
Eine Ampulle mit dem Impfstoff von Biontech und Pfizer.

Eine Ampulle mit dem Impfstoff von Biontech und Pfizer.

© Imago/Jochen Eckel

Der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft, Wolf Dieter Ludwig, kritisiert diese Preisvorstellung als „unseriös“. „Ich sehe darin ein Profitstreben, das in der jetzigen Situation der Pandemie in keiner Weise gerechtfertigt ist“, so der Mediziner und Pharmakologe. In dem Bericht heißt es weiter, die Preispolitik von Biontech und Pfizer könne womöglich die Zurückhaltung mancher EU-Länder gegenüber dem Impfstoff der Unternehmen im vergangenen Sommer erklären.

Endgültiger Preis liegt deutlich unter dem Ursprungsangebot

Die EU war offenbar in der Lage, beim Vertragsabschluss im November 2020 einen deutlich niedrigeren Preis durchzusetzen. Dieser wird zwar unter Verschluss gehalten, soll laut Bericht aber bei 15,50 Euro pro Impfdosis liegen. Eine Biontech-Sprecherin machte dem Bericht zufolge keine konkreten Angaben zu dem ursprünglichen Preisangebot. Bisher habe das Unternehmen jedenfalls keine Gewinne erzielt. Etwaige Gewinne aus dem Impfstoff-Verkauf wolle man „in die Weiterentwicklung dieser Technologie reinvestieren“, zitiert der Bericht die Firmensprecherin.

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