Dass Corona mit den beiden Lockdowns die Belastungen durch Beruf, Familie, Kinder und Haushalt gleichmäßig oder zumindest gleichmäßiger auf die Geschlechter verteilt hat, findet jeder oder jede Fünfte (20 Prozent). Eine Verschiebung zulasten der Männer sehen 2 Prozent der Befragten, 23 Prozent können keine Veränderungen im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit feststellen.
Wie steht es um die Geschlechtergerechtigkeit im Berufsleben? Danach gefragt sagten knapp zwei Drittel der Befragten, sie sähen in Deutschland bei Bildungs- und Karrierechancen Vorteile von Männern gegenüber Frauen. Von den männlichen Befragten räumen dies 48 Prozent ein. Bei den Frauen sehen sogar 77 Prozent die Männer im Vorteil.
Für rund jeden vierten Befragten (24 Prozent) sind Männer und Frauen im Berufsleben im Allgemeinen gleichberechtigt, 6 Prozent sehen inzwischen die Frauen im Vorteil.
Dass Männer bei der Einschätzung ihrer Arbeit im Haushalt noch immer eine rosa Brille tragen, hatte in dieser Woche eine Umfrage im Auftrag der Brigitte ergeben: Mehr als ein Drittel der befragten Männer (rund 40 Prozent) sagten über die Aufteilung von Hausarbeit und Kinderbetreuung mit ihrer Partnerin: „Machen wir beide gleichermaßen.“ Von den Frauen gab dies aber nur jede Fünfte an (20 Prozent). Rund drei Viertel sagten: „Das mache hauptsächlich ich.“
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