Wie viel Schaden die erzwungene Schließung der Betriebe tatsächlich schon angerichtet hat, lässt sich noch nicht beziffern. Für viele Unternehmer ist bis Ende April die Pflicht ausgesetzt, bei Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag zu stellen.
2020 hat sich der Umsatz im Gastgewerbe halbiert
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„Rund ein Viertel beschäftigt sich jedoch mit der Geschäftsaufgabe“, erklärte Lengefelder. Von einst 100.000 Branchenbeschäftigten sei gut die Hälfte in Kurzarbeit, etwa 15.000 hätten ihre Arbeitsplätze verloren. Hotels dürfen nur Geschäftsreisende empfangen, Restaurants nur außer Haus verkaufen, Bars, Kneipen und Clubs sind geschlossen. 2020 hat sich der Branchenumsatz laut Amt für Statistik in Berlin halbiert, in Brandenburg sank er um ein Drittel.
Unter strengen Auflagen darf seit einigen Tagen aber der Handel wieder öffnen. Vielfach ist ein Kunde oder eine Kundin je 40 Quadratmeter die Grenze, für den Besuch vieler Geschäfte ist ein Termin notwendig.
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Handelsverband: Click and Meet rechnet sich nicht
„Click and Meet ist und bleibt Kokolores“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen, nach der ersten Woche mit dem Konzept. „In den meisten Fällen hat sich das nicht gerechnet.“ Es sei eine Lockdown-Verlängerung durch die Hintertür.
Vor allem getrieben durch starke Zuwächse im Lebensmittel- und Onlinehandel hatte die Branche 2020 ein leichtes Umsatzplus erzielt. Weit mehr als die Hälfte der von Schließungen betroffenen Händler hat nach Verbandsangaben jedoch Existenzsorgen. Es gebe die ersten Abmeldungen, die Rechtsabteilung des Verbands berate zunehmend Händler mit Fragen zum Personalabbau. Vor allem Schuh- und Bekleidungsgeschäfte litten. „Das Eigenkapital schmilzt dahin, viele verzehren ihre Altersvorsorge.“
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