Streit um Forderung der Berliner Grünen

Unternehmensverbände: Rückbau-Plan für Autobahn 100 ist „aberwitzig“

Die grüne Spitzenkandidatin Bettina Jarasch bekommt Gegenwind für ihre Kritik an der A100. Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) reagieren scharf.

Team News Mike Wilms dpa/mow
2 Min
Christian Amsinck ist UVB-Hauptgeschäftsführer.

Christian Amsinck ist UVB-Hauptgeschäftsführer.

© Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB)

Jarasch hatte am Freitag mit Blick auf die Klima- und Verkehrspolitik mit weniger Autos gesagt: „Was wir nun wirklich nicht brauchen in Berlin, ist eine Autobahn! Eine Schneise aus Beton, die lebendige, dicht besiedelte Quartiere durchtrennt. Statt über den Weiterbau sollten wir anfangen, über den Rückbau der A100 zu reden! Dazu muss Andreas Scheuer als Verkehrsminister im Bund abgelöst werden.“ Die A100 führt von Moabit über das Dreieck Funkturm bis zum Dreieck Neukölln. Von dort aus wird sie derzeit weitergebaut bis Treptow.

Öko-Partei will klimaneutrales Berlin 

Ein halbes Jahr vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus hatten die Grünen am Freitag ihren Plan für ein klimaneutrales Berlin beschlossen. Die Delegierten eines Online-Parteitages stimmten für eine Null-Emissions-Zone (Zero Emission Zone): Ab 2030 sollen demzufolge innerhalb des S-Bahn-Rings keine Autos mit fossilen Antrieben mehr fahren, bis 2035 soll das Modell auf die ganze Stadt ausgeweitet werden. Zudem sollen nach dem Willen der Öko-Partei bis 2025 alle landeseigenen Gebäude mit Solaranlagen ausgestattet sein und bis spätestens 2030 die letzten Kohlekraftwerke vom Netz gehen.

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