Die Wissenschaftler aus dem Fachgebiet Verkehrssystemplanung und Verkehrstelematik warnen in ihrer Mitteilung eindrücklich vor Kontakten in Innenräumen - ohne Maske. Nagel sagt: „Unsere Berechnungen ergeben, dass es effektiver ist, alle Bereiche zu beteiligen, als in einem einzelnen Bereich weitere Schutzmaßnahmen hinzuzufügen. Zum Beispiel hat nach der Einführung der Maskenpflicht im Einzelhandel die vollständige Schließung nicht-essenzieller Geschäfte kaum zusätzliche Wirkung.“
Harter Oster-Lockdown: Keine Messen, kein Urlaub, keine Lockerungen
Professor Dr. Kai Nagel fasst die Daten wie folgt zusammen: „Bei Fortsetzung des derzeitigen Impftempos werden Mitte April knapp 15 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Erstimpfung haben. Das senkt den R-Wert ungefähr um 15 Prozent, und ist damit deutlich zu wenig, um die durch die Virus-Variante B.1.1.7 verursachte Erhöhung des R-Wertes um 35 bis 70 Prozent auszugleichen.“ Selbst eine Erhöhung des Impftempos ab Gründonnerstag würde daran nichts mehr ändern, so Nagel. Deutschland gehe also mit schlechteren Voraussetzungen als 2020 in die wärmere Jahreszeit.
Die Wissenschaftler haben offenbar festgestellt, dass Bereiche, in denen ungeschützte Kontakte in Innenräumen weiterhin möglich sind, dramatisch zum Infektionsgeschehen beitragen und den R-Wert deutlich über 1 treiben. Der Reproduktionswert R gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt.
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