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Impfstopp für bestimmte Personengruppen

Gesundheitsminister einig: Astrazeneca nur für über 60-Jährige

Berlin, Brandenburg und München haben die Astrazeneca-Impfung für unter 60-Jährige bereits ausgesetzt. Auch die Stiko ändert ihre Altersempfehlung.

Christian Gehrke Team News dpa/AFP/chg
2 Min
Astrazeneca soll nur noch bei Menschen über 60 Jahren zum Einsatz kommen.

Astrazeneca soll nur noch bei Menschen über 60 Jahren zum Einsatz kommen.

© Imago/Agencia EFE

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte zuvor ihre Altersempfehlung für den Astrazeneca-Impfstoff geändert. Das Präparat wird nun nur noch für Menschen über 60 Jahre empfohlen, teilte die Stiko am Dienstagabend mit.

Die Empfehlung wurde laut der Stiko „auf Basis der derzeit verfügbaren Daten zum Auftreten seltener, aber sehr schwerer thromboembolischer Nebenwirkungen“ bei jüngeren Geimpften geändert. Zur Verabreichung der zweiten Impfstoffdosis für Menschen unter 60 Jahren, die bereits eine erste Dosis des Astrazeneca-Impfstoffs erhalten haben, will die Stiko bis Ende April eine ergänzende Empfehlung abgeben.

Das Land Berlin hatte bereits am Mittag mitgeteilt, Impfungen mit diesem Corona-Impfstoff für Menschen unter 60 Jahren vorsorglich auszusetzen. 

Auch Brandenburg setzt Corona-Impfungen mit dem Impfstoff von Astrazeneca für Menschen unter 60 Jahren vorerst aus. Der Stopp gelte ab Dienstag, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mit.

Spahn: Jeder wird ein Impfangebot bekommen, das vollen Schutz gewährleistet

Kanzlerin Angela Merkel sagte am Abend in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: „Ende April wird klar sein, mit welchem in Deutschland zugelassenen Impfstoff auch für diesen Personenkreis der vollständige Impfschutz erreicht wird.“

„Die neue Empfehlung der Stiko hat zwei Seiten. Einerseits zeigt sie, dass sich Bürger darauf verlassen können, dass die Impfstoffe überwacht werden. Es zeigt auch, dass es plausibel sein kann, dass es einen Zusammenhang zwischen den Impfungen und den Hirnvenenthrombosen geben kann und es richtig war, damit auszusetzen“, sagte Spahn. Offenbar gebe es für eine Altersgruppe ein erhöhtes Risiko. Astrazeneca sei jedoch trotz aller Diskussion weiter sehr wirksam, betonte Spahn.

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In Bezug auf bereits einmal mit Astrazeneca geimpfte Menschen aus der Gruppe der unter 60-Jährigen sagte Spahn: „Wir haben Anfang Februar mit der Impfung begonnen. Das empfohlene Intervall beträgt zwischen neun und zwölf Wochen. Wir wollen nun diskutieren, wie eine mögliche Zweitimpfung mit einem anderen Impfstoff sichergestellt werden kann“. Jeder und jede werde ein Impfangebot bekommen, dass einen vollen Schutz gewährleiste.

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