PRENZLAUER BERG. Wer sein Auto in der Nähe der Schönhauser Allee abstellen will, muss vom nächsten Frühjahr an dafür einen Parkschein lösen. 150 Parkscheinautomaten für 7 500 Parkplätze sollen aufgestellt werden, 24 Polizeibeamte die Scheine kontrollieren. Betroffen ist das Gebiet zwischen Eberswalder Straße, Pappelallee, Wisbyer Straße und Bornholmer Straße. Die Senatsverwaltung für Verkehr hat den Plänen des Bezirksamts nach einjähriger Bedenkzeit jetzt zugestimmt. "In ungefähr neun Monaten sind wir so weit, dass wir loslegen können", sagt Stefan Bollmann, Leiter des Tiefbauamts Prenzlauer Berg.Durch die neue Regelung sollen Dauerparker vertrieben und Platz für Kunden geschaffen werden. Die sollen eine Mark zahlen für jede halbe Stunde, die sie parken. Anwohner brauchen diese Gebühr nicht zu zahlen, wenn sie eine Vignette gekauft haben. Diese Vignetten sollen 50 Mark pro Jahr kosten. Eine zwei Jahre lang gültige Vignette wird voraussichtlich 80 Mark kosten.Parkscheine müssen montags bis freitag zwischen 9 und 19 Uhr gelöst werden, sonnabends zwischen 9 und 14 Uhr. Der Versuch des Bezirksamts, diese Zeiten in der Nähe des "Colosseum"-Multiplex und der Max-Schmeling-Halle in die Abendstunden auszuweiten, ist vom Senat abgelehnt worden.Das Ingenieurbüro "Stadtraum" hatte das Konzept vor anderthalb Jahren vorgelegt. Damals war das Büro von monatlichen Ausgaben von 227 000 Mark ausgegangen. Demgegenüber stehen erwartete Einnahmen in Höhe von 285 000 Mark. Das bedeutete jährliche Einnahmen von rund 700 000 Mark für die Bezirkskasse. Sind die Erfahrungen mit den Parkscheinen positiv, sollen die Automaten auch an der Prenzlauer Allee, der Greifswalder Straße und der südlichen Schönhauser Allee inklusive Kollwitzplatz aufgestellt werden. (mp.)
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