Ernährung

WWF: Weniger Fleischkonsum ist auch gut fürs Klima

Es gibt viele Gründe, um weniger Fleisch zu essen: Gesundheit, Tierschutz und auch das Klima. Wie viel CO2 das wirklich spart, hat nun der WWF untersucht.

dpa
2 Min
Menschen, die wenig Fleisch essen, halten die Welt laut einer Studie im Auftrag des WWF im ökologischen Gleichgewicht.

Menschen, die wenig Fleisch essen, halten die Welt laut einer Studie im Auftrag des WWF im ökologischen Gleichgewicht.

© dpa/Fabian Sommer

Die Berechnung geht von einer flexitarischen Ernährung mit einem durchschnittlichen Fleischkonsum von 470 Gramm pro Woche aus. Das entspricht in etwa zwei Buletten und zwei Bratwürsten. Der deutsche Verbrauch von tierischen Lebensmitteln wie Fleisch und Wurst liegt im Schnitt laut WWF bei 817 Gramm pro Woche. Zusammen mit Milch und Milchprodukten verursache das rund 70 Prozent der ernährungsbedingten Treibhausgasemissionen.

Halbierte sich der Fleischkonsum der Deutschen grob auf im Schnitt 470 Gramm pro Woche, sähe die Öko-Bilanz laut Berechnungen schon wesentlich besser aus. Die ernährungsbedingten Treibhausgasemissionen von rund 210 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr könnten um 27 Prozent (56 Mio. Tonnen) reduziert werden. Ein CO2-Äquivalent von einer Tonne entspricht dem Erwärmungseffekt von einer Tonne Kohlendioxid. Der Effekt kann zum Beispiel auch durch Methan entstehen, das Rinder ausstoßen.

WWF plädiert für Umdenken

Noch höhere Einsparungen seien bei einer vegetarischen oder veganen Ernährung möglich – 98 bis 102 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. In der Studie wurden nach WWF-Angaben erstmals globale Ernährungsempfehlungen der EAT-Lancet-Kommission auf Deutschland übertragen.

Der WWF plädiert für ein generelles Umdenken. Beim Catering für Veranstaltungen oder auf Reisen würde es dann automatisch ein vegetarisches Menü geben, sagt Tanja Dräger de Teran, Referentin für Ernährung und Landwirtschaft beim WWF Deutschland. „Wer Fleisch möchte, kreuzt das extra an.“ Noch ist es häufig umgekehrt. Wünschenswert seien auch verbindliche Mindestkriterien für die Verpflegung in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen. „Künftig muss die einfache Wahl auch immer die gesunde und nachhaltige sein.“

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