„Mütende“ Eltern

Erschöpfte Familien: „Es zermürbt uns Eltern. Und die Kinder merken das“

Die Bloggerin Andrea Zschocher beschreibt, wie sie in jeder freien Minute an das denkt, was sie eigentlich noch erledigen müsste. Keine Regeneration, nirgends.

Andrea Zschocher
3 Min
Eine Mutter, das ungebärdige Kleinkind auf dem Arm, hilft ihren Schulkindern bei den Aufgaben. Vielleicht läuft nebenan eine Video-Konferenz, die sie gerade versäumt. 

Eine Mutter, das ungebärdige Kleinkind auf dem Arm, hilft ihren Schulkindern bei den Aufgaben. Vielleicht läuft nebenan eine Video-Konferenz, die sie gerade versäumt. 

© Foto: AP Photo/ Michael Probst

Kennen Sie die Entspannung, die sich breitmacht, wenn man Zeit für sich hatte, Zeit mit seinen Liebsten und man sich einfach regeneriert von seiner Auszeit fühlt? Mir fehlt das inzwischen. Ich habe das Gefühl, diese innere Ruhe nicht mehr finden zu können, egal, wie viele Waldspaziergänge wir als Familie auch unternehmen. Die unbeschwerten Momente werden seltener, weil zumindest ich ständig im Hinterkopf habe, was ich noch alles am Wochenende ab- und vorarbeiten könnte. Denn wie die kommende Woche aussieht, das ist ja sehr ungewiss. Es gibt Wechselunterricht in der Schule – okay, das ist immerhin im Voraus bekannt! – aber es kann auch zu einer Quarantäne kommen oder dazu, dass unsere Kinder wegen einem Schnupfen nicht in die Kita dürfen.

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