Dem Verband zufolge gibt es in Deutschland zwar mehr als tausend Rehakliniken. Aber nur ungefähr 50 Einrichtungen haben auch eine pneumologische Abteilung und sind auf Patienten mit Lungenkrankheiten spezialisiert. „Wir können derzeit gleichzeitig nur 3500 bis maximal 4000 Menschen mit Lungenproblemen rehabilitieren“, sagte Lawall. Bei knapp drei Millionen Menschen mit einer überstandenen Covid-Infektion in Deutschland sei dies „deutlich zu wenig“.
Long-Covid: Plötzlich haut dich Corona um! Der lange Weg zurück zur Normalität
Lawall fordert mehr Flexibilität von den Kostenträgern. Der Arzt-Patienten-Schlüssel müsse in Rehaeinrichtungen gesenkt werden, so dass ein Pneumologe, also ein Lungenexperte, für mehr Patienten zuständig sein darf. „So kann man aus hundert Plätzen auch mal 120 machen“, betonte Lawall.
Die langfristigen Folgen von Corona-Erkrankungen werden unter dem Schlagwort „Long Covid“ zusammengefasst. Studien ergaben, dass etwa jeder Zehnte nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus noch Wochen später unter Symptomen wie Müdigkeit und Kurzatmigkeit, aber auch unter kardiologischen und neurologischen Problemen leidet.
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