Deutschland auf Kurs

Stiko-Chef Mertens: Impfangebot für alle bis Sommer ist realistisch

Thomas Mertens, der Chef der Ständigen Impfkommission, hält es für machbar, dass alle Impfwilligen bald einen Termin für ihre Corona-Impfungen bekommen werden.

Sophie Barkey Team News dpa/sba
2 Min
Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (Stiko), ist optimistisch, was die baldige Impfeinladung für alle angeht.

Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (Stiko), ist optimistisch, was die baldige Impfeinladung für alle angeht.

© Imago/Felix Zahn

Den Auslieferungs-Stopp des Impfstoffs von Johnson & Johnson nach Meldungen über Thrombose-Fälle hält der Stiko-Vorsitzende für eine „nachvollziehbare Maßnahme“. Es habe alarmierend gewirkt, dass das Problem eine sehr große Ähnlichkeit mit dem Problem habe, das im Zusammenhang mit dem Astrazeneca-Impfstoff aufgetreten ist.

Mertens gegen Aufhebung der Impf-Priorisierung

Mertens sprach sich wiederum gegen eine Aufhebung der Impf-Reihenfolge aus und hält die geltende Priorisierung angesichts der gerade volllaufenden Intensivstationen und drohenden Überlastung des Medizinsystems für geboten. „Das ist ja genau der Grund, warum wir die Impfung zunächst für die Menschen empfehlen, die ein hohes Risiko für schwere Erkrankungen haben“, so der Stiko-Vorsitzende.

Er glaube zudem nicht, dass man durch eine Aufhebung der Reihenfolge für mehr Tempo sorgen könne. Modellierungen von verschiedenen wissenschaftlichen Gruppen zeigten übereinstimmend, „dass man durch Modifizierung des Vorgehens im Augenblick an dieser Welle nichts ändern kann“.

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